Crash im Nikkei und Rally im Yen: hier warten die nächsten Gelegenheiten!
Die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. Während die US-Indizes und auch der DAX unter Verkaufsdruck geraten, steht insbesondere der japanische Aktienmarkt im Fokus. Der Nikkei verlor zeitweise mehr als vier Prozent und gehörte damit zu den schwächsten großen Indizes des Tages. Auf den ersten Blick wirkt das besorgniserregend. Wer jedoch einen Blick auf die Charttechnik wirft, erkennt schnell: Der langfristige Aufwärtstrend ist bislang keineswegs gebrochen.
Genau das macht die aktuelle Situation für Trader so interessant. Denn starke Trends verlaufen selten geradlinig. Nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Monate sind Gewinnmitnahmen völlig normal. Hinzu kommen die Auswirkungen der jüngsten Fed-Kommunikation sowie die Unsicherheit rund um die weitere Geldpolitik in Japan.
Die japanische Notenbank steht zunehmend unter Druck. Der Grund dafür ist der weiterhin schwache Yen. Während viele andere Zentralbanken ihre Zinsen bereits deutlich angehoben haben, agiert die Bank of Japan weiterhin vergleichsweise vorsichtig. Das Ergebnis: Der US-Dollar gewinnt gegenüber dem Yen immer weiter an Stärke. Für die japanische Wirtschaft ist das nur bedingt positiv. Zwar profitieren exportorientierte Unternehmen von einem schwachen Yen, gleichzeitig steigen jedoch die Importkosten und damit auch die Inflationsrisiken.
Aus charttechnischer Sicht bleibt deshalb nicht nur der Nikkei spannend, sondern auch das Währungspaar USD/JPY.
Trading-Idee: Long Nikkei nach Abschluss der Korrektur (kurzfristig Short)
Trotz des aktuellen Rücksetzers befindet sich der Nikkei weiterhin in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend. Die jüngste Schwächephase ist bislang als Korrektur innerhalb dieses Trends zu werten. Kurzfristig hat sich das charttechnische Bild allerdings eingetrübt.
Sollte die Marke von 68.680 Punkten unterschritten werden, würde dies weiteres Abwärtspotenzial freisetzen. In diesem Fall könnte eine Gegenbewegung auf den jüngsten Kursrutsch dazu genutzt werden, die Short-Seite zu handeln. Solche Erholungsbewegungen innerhalb eines neuen Abwärtsschubs bieten häufig attraktive Chancen, um sich mit einem günstigen Chance-Risiko-Verhältnis auf der Unterseite zu positionieren.
Als nächster relevanter Zielbereich rückt dann die Zone um 62.300 Punkte in den Fokus. Dort verläuft eine wichtige Unterstützung im übergeordneten Chartbild. Erst in diesem Bereich dürfte sich entscheiden, ob die aktuelle Schwäche lediglich eine normale Korrektur bleibt oder ob sich daraus eine größere Trendwende entwickelt.
Short-Trade-Setup im Nikkei:
Kurzfristig Short bei einer Unterschreitung von 68.680 Punkten. Gegenbewegungen können genutzt werden, um die Abwärtsseite zu handeln. Kursziel im Bereich von 62.300 Punkten. Langfristig bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend weiterhin intakt.
Trading-Idee: Long USD/JPY mit weiterem Aufwärtspotenzial
Noch spannender erscheint derzeit das Währungspaar USD/JPY. Der Ausbruch über die viel beachtete Marke von 160 JPY wurde erfolgreich vollzogen. Das erste große Ziel der laufenden Rally wurde damit überschritten. Auf Basis des übergeordneten Trends eröffnet sich nun weiteres Potenzial bis in den Bereich von 165 JPY bis 166 JPY.
Solange die japanische Notenbank nicht aktiv interveniert oder deutlich aggressiver bei Zinserhöhungen vorgeht, bleibt der Trend klar aufwärtsgerichtet. Genau das macht den US-Dollar gegenüber dem JPY derzeit zu einem der interessantesten Trendmärkte im Währungsbereich.
Trade-Setup USD/JPY:
Long oberhalb von 161,95 JPY mit einem mittelfristigen Kursziel im Bereich von 165 JPY bis 166 JPY. Das Absicherungslevel bietet sich um das aktuelle kleine Erholungstief bei rund 161 JPY an.
Für Trader gilt damit aktuell: Während viele Marktteilnehmer nur auf die Schwäche schauen, entstehen gerade in Japan möglicherweise die interessantesten Chancen für die kommenden Wochen. Wer sowohl den Nikkei als auch den USD/JPY aufmerksam verfolgt, findet derzeit zwei Märkte mit klar definierten Marken und attraktiven Trading-Setups.
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Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen
Mike Seidl
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Sein Interesse an Wirtschaft und Geldanlagen begann in den frühen 1990-ern zu wachsen. Aus diesem Grund hat er seine Hochschulreife auf einem Wirtschaftsgymnasium erworben. Das dort erlangte Wirtschaftswissen und die Teilnahme an einem Börsenspiel, haben ihn endgültig für die Börse und die dort gebotenen Möglichkeiten Geld zu verdienen, infiziert.